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HAUTPFLEGE-PRODUKTCOCKTAILS: Können und sollten Sie Produkte mischen?

SKINCARE PRODUCT COCKTAILS: Can and Should You Mix Products?

Wenn Sie Hautpflegetutorials und Videos von Beauty Gurus online schauen, haben Sie sicher schon einmal gesehen, dass manche Produkte mischen, um Zeit zu sparen oder weil derjenige glaubt, auf diese Art einen zusätzlichen Nutzen aus den Inhaltsstoffen ziehen zu können. Natürlich hat auch der DIY-Faktor etwas für sich, denn so können Sie sich ein Produkt kreieren, dass genau auf Sie abgestimmt ist.
 
Wenn Sie nun aber nicht beruflich als Beautyblogger arbeiten oder viel Zeit für Recherchen haben, ist es dann sicher Produkte miteinander zu vermischen? Oder sollte man sie lieber einzeln verwenden, in einzelnen Schritten Ihrer Routine?

Wir geben Ihnen ein paar Tipps und Richtlinien dazu, wie man Hautpflege “Cocktails” zubereitet – was sicher ist und was nicht, und ob es überhaupt Sinn macht Produkte miteinander zu vermischen.

Seien Sie beim Mischen vorsichtig

Bevor Sie jetzt mit all Ihren Produkten zuhause zum Wissenschaftler mutieren, haben wir hier ein paar Richtlinien bezüglichen Dingen, die man nicht mischen sollte. Jedermanns Haut ist unterschiedlich und vielleicht werden Sie keine negative Reaktion herbeiführen, aber einige Inhaltsstoffe funktionieren einfach nicht gut miteinander. Bei sensibler Haut sollten Sie darauf verzichten, diese Inhaltsstoffe übereinander aufzutragen, auch wenn es  verschiedene Produkte sind.

Vitamin C und Säuren (AHA/BHA)

In hoher Konzentration ist Vitamin C für einige Menschen auf der Haut irritierend. Jetzt noch eine Säure hinzuzufügen, kann zu roter und schuppiger Haut führen. Vitamin C und Säuren sind mitunter auch sehr unterschiedlich, was den pH-Wert betrifft. Bei nicht sachgemäßem Auftragen, können Sie die Effektivität der Produkte, die Sie nutzen, mindern. Wenn Sie Vitamin C und Säuren zusammen verwenden wollen, achten Sie auf die Konzentration und darauf diese Produkte in der richtigen Reihenfolge aufzutragen. Bei richtiger Nutzung können Sie die Aufnahme durch die Haut optimieren.

 
Retinol und Säuren

Vergessen Sie nicht, das Retinol auch peelende Eigenschaften hat und dass es von manchen Hauttypen nicht gut vertragen wird, auch allein. Säure hinzuzugeben, kann zu extremer Trockenheit und Irritationen führen.

 
Retinol und Vitamin C

Noch ein Fall von zwei aktiven Wirkstoffen, die zusammen vielleicht ein bisschen zu stark sind. Zusammen können sie auch zu einer übermäßigen Lichtempfindlichkeit führen, sind also nicht gut für eine Mischung am Tag. Wenn Sie beides verwenden wollen, empfiehlt sich Vitamin C während des Tages, als Schutz gegen freie Radikale, und Retinol bei Nacht, wenn Sie dem Sonnenlicht nicht mehr ausgesetzt sind.


Als allgemeine Regel gilt, seien Sie vorsichtig beim Mischen von aktiven Wirkstoffen, besonders den sehr starken, da diese in Kombination zu Irritationen oder Schäden der Hautbarriere führen können.

Rezepte für einen Hautpflege-Cocktail

Die meisten sanfteren Inhaltsstoffe können miteinander vermischt werden, wenn Sie Zeit sparen oder sich eine eigene Behandlung zusammenstellen wollen. Denken Sie dabei über Effekte nach, die zueinanderpassen und aufgrund Ihres Hauttyps zusammen Sinn ergeben. Wenn Sie trockene Haut haben, mischen Sie ein nährendes Serum und einen hydratisierenden Toner, um den Feuchtigkeitslevel in der Haut anzuheben. Wenn Sie zu Akne neigen, ist eine Kombination aus beruhigenden und aufhellenden (bei Narben) Produkten für einen großartigen Kompletteffekt zu empfehlen. Sie können auch einen wässrigen Toner und ein anderes Produkt mischen, um die Textur anzupassen.


1. Bei super trockener Haut kann es helfen Ihrer Feuchtigkeitscreme eine Hyaluronsäureformula hinzuzufügen, damit diese besser aufgenommen wird und die Haut Wasser länger halten kann. Sie können dies auch mit Inhaltsstoffen kombinieren, die dazu tendieren auszutrocknen, wie Retinol.
 
2. Schneckenmucin ist viel sanfter als viele Wirkstoffe und hat großartige glättende und heilende Eigenschaften. Es ist auch weniger reaktionsfähig und kann für einen anti-aging Effekt mit einem hydratisierenden Produkt vermengt werden. Wenn Ihre Haut sensibel oder irritiert ist, ergeben Mucin und Propolis eine gute beruhigende Behandlung.
 
3. Vitamin E und Vitamin C können Hand in Hand gehen. Vitamin E hilft mitunter dem anfälligeren Vitamin C in Sachen Stabilität. Zusammen sind sie reich an Antioxydanzien und gut im Neutralisieren freier Radikale.
 
4. Retinol und Ferulasäure sind eine starke Kombination. Ferulasäure ist ein pflanzenbasiertes Antioxidans, das Retinol gut weitergeben kann und dieses effektiver wirken lässt.
 
5. Wenn Sie einen Puderreiniger nutzen, versuchen Sie doch einmal, statt Wasser Ihren Lieblingstoner einzumischen. Stellen Sie sicher, dass der Toner selbst keine starken Wirkstoffe hat, um Irritationen zu vermeiden – ein wässriger, hydratisierender Toner funktioniert am besten. Wenn Sie Ihr Peeling als zu hart empfinden, können Sie auch hier einen Toner untermischen, um eine sanftere Mischung für die Haut zu kreieren.
 
6. Es wird immer beliebter, Seren zu mischen oder übereinander aufzutragen (genannt “double serums”), für einen kombinierten Effekt. Aufhellende und hydratisierende Formulas, wie auch beruhigende und Akne bekämpfende Kombinationen funktionieren gut miteinander.
 
7. Produkte, die Salicylsäure und Niacinamide beinhalten, können bei fettiger Haut oder solcher, die zu Akne neigt, gut helfen. Salicylsäure reinigt die Poren, während Niacinamide die Talgproduktion regulieren.

Tipps

1. Wenn Sie Produkte mischen, sollten Sie immer vorher einen Test machen. Bei allen Formulas gibt es ein paar Variablen, die nicht vorhersehbar sind, und Sie wollen sich nichts ins Gesicht cremen, das potentiell eine ungewünschte Reaktion hervorrufen kann.
 
2. Wenn Sie Produkte mischen, mischen Sie nur so viel an, wie Sie umgehend verbrauchen. Die stabilisierenden und erhaltenden Inhaltsstoffe der einzelnen Produkte sind nicht dafür gemacht, mit anderen gemischt zu werden, und Sie wollen doch die Langlebigkeit eines Produktes nicht einschränken.
 
 
Es ist immer eine gute Idee mit aktiven Substanzen vorsichtig umzugehen, auch wenn man sie in Schichten aufträgt. Stellen Sie sicher, dass Sie Inhaltsstoffe verwenden, die zueinanderpassen, und verhindern Sie damit ungewünschte Reaktionen. Wenn Sie die Produkte bereits einfach übereinander auftragen können, ist es wahrscheinlich, dass man sie auch gut mischen kann.


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